Symptome beim Pferd

Probleme entstehen immer dann, wenn zu spät eine Kontrolle und Behandlung des Pferdegebisses erfolgt. Der aufmerksame Pferdehalter kann bestimmte Hinweise auf vorhandene Funktionsstörungen auch selber erkennen:

Symptome

  • Abmagerung, stumpfes Fell, schlechte Bemuskelung
  • Appetitlosigkeit, Futterpartikel im Kot, grobfaseriger Kot
  • Durchfall, Kotwasser, wiederkehrende Koliken oder Schlundverstopfung
  • Probleme bei der Futteraufnahme z.B. vorsichtiges, unvollständiges Kauen, Fallenlassen von Futter, ”Heurollen“, plötzliche Fresspausen, vermehrtes Speicheln
  • Blutungen im Maul, vermehrter Maulgeruch, einseitiger, stinkender Nasenausfluss, Schwellungen im Kopfbereich
  • Widersetzlichkeit beim Reiten (Steigen, Zungenstrecken)
  • Verwerfen im Genick, fehlende Anlehnung, fehlendes Kauen auf dem Gebiß, Probleme beim Stellen und Parieren
  • Zähneknirschen, Headshaking, Verspannungen der Kiefer- oder Rückenmuskulatur, Blockaden der Wirbelgelenke, Zügellahmheit

 

Warten Sie nicht, bis ihr Pferd eines obiger Symptome zeigt!

Selbst wenn Ihr Pferd äußerlich unauffällig erscheint, so wird es ihm nach einer professionellen Zahnbehandlung deutlich besser gehen, es wird sich insgesamt wohler fühlen, die Kiefergelenke sind lockerer, es fühlt nicht mehr den kleinsten Widerstand im Maul, das aufgenommene Futter wird effektiver zerkleinert und in den hinteren Bereich der Maulhöhle transportiert, kurz Sie werden Ihr Pferd kaum noch wiedererkennen.

Eine regelmäßige Kontrolle alle 6 Monate ist sinnvoll bei allen Pferden im Alter von 2,5 bis 4,5 Jahren, sowie bei Pferden mit Fehlstellungen der Kiefer oder fehlenden Zähnen. Eine regelmäßige Kontrolle alle 12 Monate ist sinnvoll bei Pferden, die älter als 5 Jahre sind und keine besonderen Fehlstellungen haben. Routinemäßig führen wir eine solche Kontrolle im Rahmen der Schutzimpfung durch.

 

Wie gehen wir bei einer Zahnbehandlung vor?

Vorab verschaffen wir uns einen Überblick über den Gesundheitszustand Ihres Pferdes. Es folgt eine diagnostische Untersuchung der Maulhöhle, möglichst ohne Sedation und Hilfsmittel wie Maulgatter u.ä., und dann beraten wir gemeinsam, was zu tun ist.

Unserer Meinung nach sollten Zahnbehandlungen immer unter Sedation durchgeführt werden - es ist für Pferd, Besitzer und Tierarzt stressfreier. Da es fast immer nötig ist, kleinste Korrekturen vor allem an den schwer erreichbaren hinteren Backenzähnen vorzunehmen, ist eine gute Sedierung unumgänglich. Vibrationen durch rotierende Werkzeuge werden weniger intensiv wahrgenommen, kurz, die gesamte “Prozedur” verläuft für Ihr Pferd angenehmer.